Ihr Einstieg in EEBUS –
Schritt für Schritt mit KEO

Sie starten mit EEBUS und fragen sich, wo Sie anfangen sollen? Dieser Guide bringt Sie in verständlichen Schritten ins Thema – von den Grundlagen über Technik, Geräte und Recht bis zur Entwicklung. Und weil KEO seit Jahren EEBUS-Lösungen baut und über eine Million Geräte vernetzt hat, zeigen wir Ihnen dabei gleich, wie Sie es in der Praxis umsetzen.

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Erst der Überblick, dann die Praxis

Sehen Sie im Video, wer KEO ist – danach führt Sie der Guide Frage für Frage ins Thema. Jedes Stichwort erklären wir so, wie es Ihnen in echten Projekten begegnet.

  • Führender EEBUS-Integrator
  • Software-Stack, API & Testtools
  • Über 1 Mio. vernetzte Geräte

  • Grundlagen

EEBUS ist ein offener, herstellerübergreifender Kommunikationsstandard für die digitale Energiewende. Er sorgt dafür, dass energierelevante Geräte – vom Stromnetz über das Energiemanagement bis zum Endgerät im Gebäude – eine gemeinsame „Sprache“ sprechen und interoperabel zusammenarbeiten. So lassen sich Wärmepumpen, Wallboxen, Wechselrichter oder Speicher herstellerunabhängig vernetzen und steuern.

  • EEBUS definiert, wie sich vernetzte Geräte gegenseitig finden, sicher verbinden und Daten austauschen. Technisch baut es auf zwei Schichten auf: SHIP regelt die sichere, verschlüsselte Verbindung über IP-Netzwerke, SPINE beschreibt die eigentlichen Datenmodelle und Anwendungsfälle. So kann etwa ein Energiemanager einer Wärmepumpe eine maximale Leistungsaufnahme vorgeben, ohne dass beide vom selben Hersteller stammen müssen.

Vorteile: EEBUS ist herstellerunabhängig und interoperabel, per Software-Update erweiterbar und damit zukunftssicher, erfüllt regulatorische Anforderungen (z. B. §14a EnWG) und ermöglicht sichere, verschlüsselte Kommunikation. Als Herausforderung gilt: Geräte müssen den Standard implementieren und zertifizieren lassen, und es braucht ein EEBUS-fähiges Gegenstück im System – genau hier unterstützt KEO mit fertigen Software-Stacks und Testtools.

  • Technik & Schnittstellen

Die EEBUS-Schnittstelle ist die „verbindende Sprache der Energie“: eine standardisierte digitale Schnittstelle, über die Geräte verschiedener Hersteller und Sektoren Energieinformationen austauschen und steuerbar werden. Sie kommt insbesondere am Netzanschlusspunkt zwischen Gebäude und Netzbetreiber zum Einsatz und ersetzt proprietäre Einzellösungen durch einen einheitlichen Standard.

CLS steht für „Controllable Local Systems“ – steuerbare Anlagen im Gebäude, die über das Smart-Meter-Gateway (SMGW) sicher angebunden werden. Der CLS-Kanal des SMGW dient dabei als geschützte Kommunikationsverbindung zwischen dem lokalen System und externen Marktteilnehmern wie dem Netzbetreiber und ist ein zentraler Baustein der Steuerung nach §14a EnWG.

Vorteile: EEBUS ist herstellerunabhängig und interoperabel, per Software-Update erweiterbar und damit zukunftssicher, erfüllt regulatorische Anforderungen (z. B. §14a EnWG) und ermöglicht sichere, verschlüsselte Kommunikation. Als Herausforderung gilt: Geräte müssen den Standard implementieren und zertifizieren lassen, und es braucht ein EEBUS-fähiges Gegenstück im System – genau hier unterstützt KEO mit fertigen Software-Stacks und Testtools.

In EEBUS nehmen Geräte Rollen ein: Der Server stellt eine Funktion oder Daten bereit – etwa eine Wärmepumpe, die ihren aktuellen Verbrauch meldet. Der Client nutzt bzw. steuert diese Funktion – etwa ein Energiemanager, der eine Leistungsgrenze setzt. Ein und dasselbe Gerät kann je nach Anwendungsfall gleichzeitig beide Rollen übernehmen.

EEBUS ist ein IP-basierter Standard und benötigt keine eigene Spezialverkabelung. Die Kommunikation läuft über gängige Netzwerktechnik – kabelgebunden per Ethernet (z. B. Cat-5e/Cat-6) oder drahtlos über WLAN. Damit lässt sich EEBUS in vorhandene Heim- und Gebäudenetze integrieren.

  • Geräte & Anwendungsfälle

Immer mehr energierelevante Geräte sind EEBUS-fähig – auf Basis der KEO-Software sind bereits über eine Million Geräte vernetzt. Dazu zählen unter anderem:

  • Wärmepumpen
  • Wallboxen & Ladepunkte
  • PV-Wechselrichter
  • Batteriespeicher
  • Energiemanager (HEMS/EMS)
  • Smart-Meter-Gateways
  • Steuerboxen / Control-Box
  • smarte Haushaltsgeräte

Use Cases (Anwendungsfälle) sind standardisierte Funktionsbausteine in EEBUS. Jeder Use Case beschreibt präzise, welche Daten wie zwischen zwei Geräten ausgetauscht werden – zum Beispiel die Begrenzung der Leistungsaufnahme. So ist sichergestellt, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller dieselbe Funktion exakt gleich verstehen und umsetzen.

EEBUS deckt zahlreiche Szenarien rund um Energiemanagement und Netzintegration ab, unter anderem:

  • Laststeuerung / Demand Flexibility
  • Eigenverbrauchsoptimierung
  • flexible & dynamische Tarife
  • Monitoring am Netzanschlusspunkt
  • Leistungsvorgaben (Power Envelope)
  • Verbrauchs-Monitoring

  • Recht & Regulierung

§14a EnWG regelt die netzorientierte Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen und Wallboxen. Netzbetreiber dürfen in netzkritischen Situationen den Bezug dieser Anlagen vorübergehend reduzieren („dimmen“); im Gegenzug erhalten Betreiber reduzierte Netzentgelte. Seit 2024 ist die Regelung für neu installierte steuerbare Verbraucher verpflichtend.

§9 EEG verpflichtet Betreiber von EEG-Anlagen (z. B. Photovoltaik) sowie bestimmte Verbraucher, technische Einrichtungen zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung und zum Abruf der Ist-Einspeisung vorzuhalten. Damit können Anlagen bei Bedarf netzdienlich gesteuert werden – ein wichtiger Baustein für die Netzintegration erneuerbarer Energien.

Damit Ihr Gerät die Anforderungen erfüllt, muss es die passenden EEBUS-Use-Cases sowie die technischen Anschlussbedingungen VDE-AR-N 4100 / 4105 unterstützen. Mit der KEO UseCase API wird Ihr Gerät §14a-EnWG- und §9-EEG-konform – von der Konfiguration über die Integration bis zur erfolgreichen EEBUS-Zertifizierung begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess.

CRA steht für Cyber Resilience Act – die EU-Verordnung für die Cybersicherheit vernetzter Produkte. Sie stellt Anforderungen an sichere Entwicklung, regelmäßige Updates und ein Schwachstellenmanagement über den gesamten Produktlebenszyklus. Die KEO-Lösungen sind CRA-konform ausgelegt und für eine BSI-Zertifizierung vorbereitet.

  • Entwicklung & Tools

Das Handwerkertool der EEBUS Initiative unterstützt Installateurinnen und Fachhandwerker bei der Inbetriebnahme und Kopplung EEBUS-fähiger Geräte vor Ort. Es hilft dabei, Geräte zu finden, sicher zu verbinden und die korrekte Funktion zu prüfen – ohne tiefes Protokoll-Know-how vorauszusetzen.

Für Entwicklung, Debugging und Test bietet KEO die Ktest Toolbox: Sie ermöglicht Stimulation, Fehlersuche und Prüfung EEBUS-fähiger Produkte über alle Phasen der Produktentwicklung und des gesamten Lebenszyklus hinweg. Ergänzend stehen Zertifizierungswerkzeuge der EEBUS Initiative zur Verfügung.

Warum EEBUS mit KEO?

EEBUS ist der Standard – KEO macht ihn für Sie nutzbar. Wir haben ihn von Beginn an mitgeprägt und in über einer Million Geräten in Serie gebracht. Diese vier Gründe machen den Unterschied.